Was ist Personalplanung?
Personalplanung bezeichnet die systematische Planung des gegenwärtigen und zukünftigen Personalbedarfs eines Unternehmens. Sie stellt sicher, dass zum benötigten Zeitpunkt ausreichend Mitarbeiter mit den passenden Qualifikationen am richtigen Einsatzort zur Verfügung stehen.
Dabei berücksichtigt die Personalplanung nicht nur die Anzahl der Beschäftigten. Sie bezieht auch Fähigkeiten, Arbeitszeiten, Abwesenheiten, Kosten, Organisationsstrukturen und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens ein.
Ziel einer strukturierten Personalplanung ist es, personelle Über- und Unterkapazitäten frühzeitig zu erkennen, geeignete Massnahmen einzuleiten und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.
Mit einer digitalen Personal- und Personaleinsatzplanung lassen sich Mitarbeiter, Teams, Qualifikationen, Abwesenheiten, Projekte und Einsatzzeiten in einer gemeinsamen visuellen Planung koordinieren.
Welche Ziele verfolgt die Personalplanung?
Personalplanung verfolgt sowohl wirtschaftliche als auch organisatorische und mitarbeiterbezogene Ziele.
Zu den wichtigsten Zielen gehören:
- ausreichende personelle Kapazitäten sicherstellen
- geeignete Qualifikationen verfügbar machen
- Personalengpässe frühzeitig erkennen
- Überbesetzung und Leerlauf reduzieren
- Mitarbeiter bedarfsgerecht einsetzen
- Arbeitsbelastung ausgewogen verteilen
- Urlaub und Abwesenheiten berücksichtigen
- Personalbedarf langfristig prognostizieren
- Weiterbildungsbedarf erkennen
- Nachfolge und Wissenssicherung planen
- Personalkosten kontrollieren
- Unternehmenswachstum personell absichern
Eine gute Personalplanung schafft damit eine Verbindung zwischen Unternehmensstrategie, Personalmanagement und dem täglichen Personaleinsatz.
Welche Arten der Personalplanung gibt es?
Personalplanung umfasst mehrere miteinander verbundene Teilbereiche. Diese unterscheiden sich nach Zeithorizont, Zielsetzung und betrachtetem Personalthema.
Strategische Personalplanung
Die strategische Personalplanung betrachtet die langfristige Entwicklung des Personalbestands. Sie orientiert sich an den zukünftigen Zielen und Veränderungen des Unternehmens.
Typische Fragestellungen sind:
- Welche Kompetenzen werden in den nächsten Jahren benötigt?
- Welche Tätigkeiten verändern sich durch Digitalisierung oder Automatisierung?
- Welche Mitarbeiter gehen voraussichtlich in Pension?
- Welche Bereiche sollen wachsen oder verkleinert werden?
- Wo entstehen künftig Fachkräfteengpässe?
- Welche Führungskräfte oder Spezialisten benötigen eine Nachfolge?
Der Planungshorizont beträgt häufig mehrere Jahre.
Taktische Personalplanung
Die taktische Personalplanung konkretisiert die strategischen Ziele für einen mittelfristigen Zeitraum. Sie betrachtet häufig die nächsten Monate oder Geschäftsjahre.
Dazu gehören beispielsweise:
- Aufbau neuer Teams
- Personalbedarf für geplante Projekte
- Ausbildungs- und Weiterbildungsprogramme
- Vorbereitung saisonaler Kapazitäten
- Versetzungen zwischen Standorten
- Budgetierung von Personalstellen
Operative Personalplanung
Die operative Personalplanung steuert den konkreten Personaleinsatz im Tages-, Wochen- oder Monatsgeschäft.
Sie beantwortet unter anderem folgende Fragen:
- Welche Mitarbeiter arbeiten heute oder in der kommenden Woche?
- Wer übernimmt eine bestimmte Aufgabe?
- Welche Schicht ist ausreichend besetzt?
- Wer vertritt einen abwesenden Mitarbeiter?
- Welche Qualifikation wird für einen Auftrag benötigt?
- Wo bestehen freie Kapazitäten?
Die operative Personalplanung ist eng mit Personaleinsatzplanung, Schichtplanung und Projektplanung verbunden.
Welche Bereiche gehören zur Personalplanung?
Die Personalplanung besteht aus mehreren Teilgebieten, die gemeinsam den personellen Istzustand und den zukünftigen Bedarf abbilden.
Personalbestandsplanung
Die Personalbestandsplanung erfasst, welche Mitarbeiter dem Unternehmen gegenwärtig und zukünftig zur Verfügung stehen.
Dabei werden unter anderem betrachtet:
- Anzahl der Mitarbeiter
- Arbeitszeitmodelle
- Abteilungen und Standorte
- Qualifikationen
- Altersstruktur
- Ein- und Austritte
- befristete Verträge
- geplante Pensionierungen
- langfristige Abwesenheiten
Die Personalbestandsplanung bildet die Grundlage für den Vergleich zwischen vorhandenem und benötigtem Personal.
Personalbedarfsplanung
Die Personalbedarfsplanung ermittelt, wie viele Mitarbeiter mit welchen Qualifikationen künftig benötigt werden.
Der Personalbedarf kann beeinflusst werden durch:
- Auftragslage
- Produktionsmenge
- Projektvolumen
- Öffnungszeiten
- Saisonverlauf
- Unternehmenswachstum
- Automatisierung
- gesetzliche Anforderungen
- neue Standorte
Personalbeschaffungsplanung
Die Personalbeschaffungsplanung legt fest, wie festgestellte Personallücken geschlossen werden.
Mögliche Massnahmen sind:
- Neueinstellungen
- interne Versetzungen
- Erhöhung bestehender Arbeitspensen
- Einsatz temporärer Mitarbeiter
- Ausbildung von Nachwuchskräften
- Zusammenarbeit mit externen Partnern
- Outsourcing einzelner Aufgaben
Personaleinsatzplanung
Die Personaleinsatzplanung ordnet verfügbare Mitarbeiter konkreten Aufgaben, Projekten, Schichten, Kunden oder Arbeitsplätzen zu.
Sie berücksichtigt unter anderem:
- Verfügbarkeit
- Qualifikationen
- Arbeitszeiten
- Abwesenheiten
- Einsatzorte
- Arbeitsbelastung
- gesetzliche Vorgaben
- Auftragsprioritäten
Weitere Informationen finden Sie auf der Lösungsseite zur Personaleinsatzplanung mit Visual Planning.
Personalentwicklungsplanung
Die Personalentwicklungsplanung stellt sicher, dass Mitarbeiter die heute und künftig benötigten Kenntnisse erwerben.
Dazu gehören:
- Weiterbildungen
- Produktschulungen
- Führungskräfteentwicklung
- Zertifizierungen
- Nachwuchsförderung
- Mentoring
- Einarbeitungspläne
- Nachfolgeplanung
Personalfreisetzungsplanung
Die Personalfreisetzungsplanung behandelt Situationen, in denen der vorhandene Personalbestand den zukünftigen Bedarf übersteigt.
Mögliche Massnahmen können sein:
- natürliche Fluktuation nutzen
- Stellen nicht neu besetzen
- Arbeitszeitmodelle anpassen
- Mitarbeiter intern versetzen
- Weiterqualifizierung für andere Aufgaben
- temporäre Reduktion von Kapazitäten
Solche Massnahmen müssen arbeitsrechtlich, sozial und wirtschaftlich sorgfältig geprüft werden.
Personalkostenplanung
Die Personalkostenplanung prognostiziert die finanziellen Auswirkungen des Personalbestands und geplanter Veränderungen.
Berücksichtigt werden beispielsweise:
- Löhne und Gehälter
- Sozialleistungen
- Überstunden
- Zulagen
- Weiterbildungskosten
- Rekrutierungskosten
- temporäres Personal
- geplante Lohnentwicklungen
Wie läuft eine Personalplanung ab?
Eine strukturierte Personalplanung erfolgt üblicherweise in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten.
1. Unternehmensziele und Planungszeitraum festlegen
Zunächst wird geklärt, für welchen Zeitraum und für welche organisatorischen Bereiche geplant wird.
Mögliche Planungsebenen sind:
- gesamtes Unternehmen
- Standort
- Abteilung
- Team
- Projekt
- Produktionsbereich
- Schicht
2. Personalbestand analysieren
Im nächsten Schritt wird ermittelt, welche Mitarbeiter, Kapazitäten und Qualifikationen aktuell vorhanden sind.
Zu berücksichtigen sind beispielsweise:
- Anzahl der Beschäftigten
- Vollzeit- und Teilzeitpensen
- Qualifikationen
- Standorte
- Abwesenheiten
- Vertragslaufzeiten
- Fluktuation
- geplante Austritte
3. Zukünftigen Personalbedarf ermitteln
Der zukünftige Bedarf wird aus geplanten Aufträgen, Projekten, Produktionsmengen, Serviceleistungen oder Öffnungszeiten abgeleitet.
Dabei muss sowohl der quantitative als auch der qualitative Personalbedarf betrachtet werden.
4. Soll- und Istbestand vergleichen
Der erwartete Personalbedarf wird mit dem verfügbaren Personalbestand verglichen.
Daraus können entstehen:
- Personalunterdeckung
- Personalüberdeckung
- Qualifikationslücken
- regionale Engpässe
- temporäre Kapazitätsprobleme
5. Massnahmen festlegen
Auf Basis des Vergleichs werden geeignete Massnahmen geplant.
Dazu gehören beispielsweise:
- Rekrutierung
- Versetzung
- Weiterbildung
- Anpassung von Arbeitspensen
- Einsatz externer Mitarbeiter
- Umverteilung von Aufgaben
- Änderung von Schichtmodellen
6. Mitarbeiter konkret einplanen
In der operativen Personalplanung werden Mitarbeiter konkreten Aufgaben, Projekten, Schichten oder Einsatzorten zugeordnet.
Dabei müssen Verfügbarkeit, Qualifikation, Arbeitszeit und bestehende Auslastung berücksichtigt werden.
7. Planung überwachen und aktualisieren
Personalplanung ist kein einmaliger Vorgang. Veränderungen bei Aufträgen, Projekten, Mitarbeitern oder Unternehmenszielen machen regelmässige Anpassungen erforderlich.
Die Planung sollte deshalb laufend mit dem tatsächlichen Personalbestand und der realen Auslastung verglichen werden.
Quantitative und qualitative Personalplanung
Personalplanung betrachtet sowohl die Anzahl der benötigten Mitarbeiter als auch deren Fähigkeiten.
Quantitative Personalplanung
Die quantitative Personalplanung beantwortet die Frage, wie viele Mitarbeiter benötigt werden.
Berücksichtigt werden unter anderem:
- Arbeitsvolumen
- Bearbeitungszeiten
- Arbeitszeit pro Mitarbeiter
- Urlaub
- Krankheit
- Feiertage
- Weiterbildungen
- Produktivitätsfaktoren
Qualitative Personalplanung
Die qualitative Personalplanung beantwortet die Frage, welche Fähigkeiten, Erfahrungen und Berechtigungen benötigt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Berufsqualifikationen
- Produktschulungen
- Führungserfahrung
- Sprachkenntnisse
- IT-Kenntnisse
- Zertifikate
- Sicherheitsunterweisungen
- Führerscheinklassen
Ein rein quantitativer Personalüberhang kann gleichzeitig mit einem qualitativen Personalengpass bestehen. Es sind möglicherweise genügend Mitarbeiter vorhanden, aber nicht ausreichend Personen mit der benötigten Qualifikation.
Wie wird der Personalbedarf berechnet?
Der Personalbedarf kann je nach Unternehmen und Tätigkeit mit unterschiedlichen Methoden berechnet werden.
Eine verbreitete vereinfachte Grundformel lautet:
Personalbedarf = gesamter Arbeitsaufwand ÷ verfügbare produktive Arbeitszeit pro Mitarbeiter
Für eine realistische Berechnung müssen zusätzliche Faktoren berücksichtigt werden:
- Urlaubstage
- Krankheitstage
- Feiertage
- Weiterbildungen
- Pausen
- Besprechungen
- administrative Tätigkeiten
- unproduktive Nebenzeiten
Einsatzbedarf
Der Einsatzbedarf beschreibt, wie viele Mitarbeiter für die eigentliche Arbeitsleistung benötigt werden.
Einsatzbedarf = gesamter Arbeitsaufwand ÷ produktive Arbeitszeit eines Mitarbeiters
Reservebedarf
Der Reservebedarf berücksichtigt planbare und ungeplante Fehlzeiten.
Dazu zählen beispielsweise Urlaub, Krankheit, Weiterbildung oder andere Abwesenheiten.
Bruttopersonalbedarf
Der Bruttopersonalbedarf ergibt sich aus dem Einsatzbedarf zuzüglich des Reservebedarfs.
Bruttopersonalbedarf = Einsatzbedarf + Reservebedarf
Nettopersonalbedarf
Der Nettopersonalbedarf zeigt, wie viele Mitarbeiter zusätzlich benötigt werden oder wie gross eine mögliche Personalüberdeckung ist.
Nettopersonalbedarf = Bruttopersonalbedarf − verfügbarer Personalbestand
Ein positives Ergebnis zeigt zusätzlichen Personalbedarf. Ein negatives Ergebnis kann auf eine Personalüberdeckung hindeuten.
Praxisbeispiel einer Personalplanung
Ein technisches Dienstleistungsunternehmen plant für das kommende Jahr eine Ausweitung seines Servicegeschäfts. Die Zahl der monatlichen Kundenaufträge soll von 800 auf 1.050 steigen.
Der aktuelle Personalbestand umfasst 20 Servicetechniker. Zwei Mitarbeiter werden im Laufe des Jahres pensioniert. Gleichzeitig benötigen die neuen Aufträge zusätzliche Kenntnisse in einem bestimmten Produktbereich.
Die Personalplanung zeigt:
- wie viele produktive Arbeitsstunden künftig benötigt werden
- welche Kapazität nach den geplanten Austritten verbleibt
- wie viele zusätzliche Techniker erforderlich sind
- welche Mitarbeiter weitergebildet werden können
- ob regionale Engpässe entstehen
- ob temporäres Personal als Übergangslösung benötigt wird
Das Unternehmen entscheidet, drei neue Servicetechniker einzustellen und vier bestehende Mitarbeiter gezielt für den neuen Produktbereich weiterzubilden.
Dadurch wird nicht nur die benötigte Mitarbeiterzahl, sondern auch die erforderliche Qualifikationsstruktur berücksichtigt.
Was ist digitale Personalplanung?
Bei der digitalen Personalplanung werden Mitarbeiter, Teams, Qualifikationen, Kapazitäten, Abwesenheiten und Einsatzzeiten in einer zentralen Software geplant und verwaltet.
Eine digitale Plantafel kann beispielsweise folgende Informationen darstellen:
- Mitarbeiter und Teams
- Arbeitszeitmodelle
- Schichten und Dienste
- Urlaub und Abwesenheiten
- Qualifikationen und Zertifikate
- Projekte und Aufgaben
- Standorte und Einsatzorte
- freie und belegte Kapazitäten
- Überstunden
- Weiterbildungen
- Planungskonflikte
Dadurch arbeiten Personalabteilung, Teamleitung, Disposition, Projektleitung und Management mit einem gemeinsamen Planungsstand.
Personalplanung mit Excel oder digitaler Plantafel?
Viele Unternehmen verwenden Excel, Kalender oder manuelle Listen für ihre Personalplanung. Bei wenigen Mitarbeitern und einfachen Strukturen kann dies zunächst ausreichend sein.
Mit zunehmender Anzahl von Mitarbeitern, Teams und Einsatzarten entstehen jedoch typische Probleme:
- mehrere Versionen derselben Planung
- fehlende Echtzeitinformationen
- übersehene Abwesenheiten
- Doppelbelegungen
- unklare Qualifikationen
- schwer erkennbare Kapazitätsengpässe
- hoher Aufwand bei kurzfristigen Änderungen
- fehlende Verbindung zwischen Mitarbeiter, Aufgabe und Projekt
- eingeschränkte Auswertungsmöglichkeiten
Eine digitale Plantafel verbindet Personalbestand, Verfügbarkeit, Qualifikationen und konkrete Einsätze. Änderungen werden zentral durchgeführt und können für alle berechtigten Beteiligten sichtbar gemacht werden.
Unterschied zwischen Personalplanung und Personaleinsatzplanung
Personalplanung und Personaleinsatzplanung sind eng miteinander verbunden, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
Die Personalplanung betrachtet das gesamte Personal eines Unternehmens und beschäftigt sich unter anderem mit:
- zukünftigem Personalbedarf
- Personalbestand
- Rekrutierung
- Personalentwicklung
- Nachfolgeplanung
- Personalkosten
Die Personaleinsatzplanung konzentriert sich auf den konkreten operativen Einsatz vorhandener Mitarbeiter.
Sie beantwortet die Frage, welcher Mitarbeiter wann, wo und für welche Aufgabe eingesetzt wird.
Die Personaleinsatzplanung ist somit ein Teilbereich der übergeordneten Personalplanung.
Unterschied zwischen Personalplanung und Personalmanagement
Personalmanagement umfasst alle Aufgaben und Entscheidungen rund um die Beschäftigten eines Unternehmens.
Dazu gehören beispielsweise:
- Rekrutierung
- Personalverwaltung
- Vergütung
- Führung
- Personalentwicklung
- Arbeitsrecht
- Mitarbeiterbindung
- Personalcontrolling
Die Personalplanung ist ein zentraler Bestandteil des Personalmanagements. Sie liefert die quantitative, qualitative und zeitliche Grundlage für viele personalwirtschaftliche Entscheidungen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Lösungsseite zum Personal-Management mit Visual Planning.
Personalplanung und Ressourcenplanung
Mitarbeiter sind eine der wichtigsten betrieblichen Ressourcen. Die Ressourcenplanung betrachtet neben Personal auch Maschinen, Fahrzeuge, Räume, Geräte und andere Betriebsmittel.
Die Personalplanung konzentriert sich dagegen speziell auf:
- Mitarbeiterbestand
- Arbeitskapazität
- Qualifikationen
- Personalentwicklung
- Abwesenheiten
- Personalkosten
Beispiel: Die Ressourcenplanung zeigt, dass für ein Projekt ein Mitarbeiter, ein Fahrzeug und ein Messgerät benötigt werden. Die Personalplanung stellt sicher, dass langfristig genügend geeignete Mitarbeiter mit der erforderlichen Qualifikation vorhanden sind.
Personalplanung und Kapazitätsplanung
Die Kapazitätsplanung vergleicht den erwarteten Arbeitsbedarf mit den verfügbaren personellen Kapazitäten.
Dabei können folgende Faktoren berücksichtigt werden:
- Anzahl der Mitarbeiter
- vertragliche Arbeitszeit
- Teilzeitpensen
- Schichtmodelle
- Urlaub und Abwesenheiten
- Produktivität
- benötigte Qualifikationen
Die Personalplanung nutzt diese Informationen, um Über- und Unterkapazitäten frühzeitig zu erkennen.
Beispiel: Eine Abteilung benötigt im kommenden Quartal 4.000 Arbeitsstunden. Nach Abzug von Urlaub und Weiterbildungen stehen jedoch nur 3.500 Stunden zur Verfügung. Die Kapazitätsplanung zeigt eine Unterdeckung von 500 Stunden.
Personalplanung und Schichtplanung
Die Schichtplanung ordnet Mitarbeiter festen oder wechselnden Arbeitszeiten zu.
Dabei müssen berücksichtigt werden:
- Früh-, Spät- und Nachtschichten
- Mindestbesetzungen
- Pausen
- Ruhezeiten
- Wochenend- und Feiertagsarbeit
- Qualifikationen pro Schicht
- Abwesenheiten
- gesetzliche und tarifliche Vorgaben
Die Schichtplanung ist besonders wichtig in Produktion, Logistik, Gesundheitswesen, Sicherheitsdiensten und anderen Betrieben mit durchgehenden oder erweiterten Betriebszeiten.
Personalplanung und Urlaubsplanung
Urlaubsplanung muss sicherstellen, dass Mitarbeiter ihre Ferien beziehen können, ohne dass kritische Aufgaben oder Mindestbesetzungen gefährdet werden.
Eine abgestimmte Urlaubsplanung berücksichtigt:
- Urlaubsansprüche
- bereits genehmigte Abwesenheiten
- Vertretungsmöglichkeiten
- saisonale Auslastung
- Schulferien
- Mindestbesetzungen
- Qualifikationen im verbleibenden Team
Abwesenheiten sollten direkt mit der Einsatz-, Projekt- und Kapazitätsplanung verbunden werden.
Personalplanung und Qualifikationsmanagement
Qualifikationsmanagement dokumentiert, welche Kenntnisse, Erfahrungen, Zertifikate und Berechtigungen Mitarbeiter besitzen.
Zu den planbaren Qualifikationen können gehören:
- Berufsabschlüsse
- Produktschulungen
- Maschineneinweisungen
- Führerscheinklassen
- Sprachkenntnisse
- Sicherheitsunterweisungen
- Projektmanagementkenntnisse
- Herstellerzertifikate
- gesetzlich vorgeschriebene Nachweise
Die Personalplanung nutzt diese Daten, um Qualifikationslücken zu erkennen und Weiterbildungen rechtzeitig zu planen.
Personalplanung und Projektplanung
In projektorientierten Unternehmen müssen Mitarbeiter langfristig und kurzfristig verschiedenen Projekten zugeordnet werden.
Die Projektplanung zeigt Aufgaben, Termine und Meilensteine. Die Personalplanung stellt sicher, dass geeignete Mitarbeiter und Teams für diese Aufgaben verfügbar sind.
Bei der Verbindung beider Bereiche können berücksichtigt werden:
- Projektrollen
- Qualifikationen
- geplanter Arbeitsaufwand
- Projektlaufzeit
- Auslastung in anderen Projekten
- Urlaub und Abwesenheiten
- interne und externe Mitarbeiter
Dadurch wird sichtbar, ob Projekte ausreichend besetzt sind oder einzelne Fachkräfte gleichzeitig in zu vielen Projekten eingeplant wurden.
Personalplanung und Workforce Management
Workforce Management bezeichnet die umfassende Steuerung und Optimierung des Personaleinsatzes.
Es verbindet häufig mehrere Bereiche:
- Personalbedarfsprognose
- Personaleinsatzplanung
- Schichtplanung
- Arbeitszeiterfassung
- Abwesenheitsmanagement
- Kapazitätsplanung
- Leistungs- und Kennzahlenanalyse
Personalplanung bildet die Grundlage des Workforce Managements. Sie stellt die benötigten Bestands-, Bedarfs- und Qualifikationsinformationen bereit.
Personalplanung und Dokumentenverwaltung
Im Zusammenhang mit Mitarbeitern entstehen zahlreiche Dokumente und Nachweise.
Dazu gehören beispielsweise:
- Arbeitsverträge
- Qualifikationsnachweise
- Zertifikate
- Schulungsunterlagen
- Beurteilungen
- Einsatzanweisungen
- Prüfungen
- Bewilligungen
- Personalformulare
Mit einer integrierten Dokumentenverwaltung können Dateien direkt mit Mitarbeitern, Teams, Terminen oder Aufgaben verknüpft werden.
Personenbezogene Dokumente müssen dabei durch geeignete Benutzerrechte und Datenschutzmassnahmen geschützt werden.
Mobile Personalplanung
Mitarbeiter und Führungskräfte benötigen häufig auch ausserhalb des Büros Zugriff auf aktuelle Planungsinformationen.
Mobil können beispielsweise folgende Informationen bereitgestellt werden:
- persönliche Einsätze
- Schichten
- Aufgaben
- Projekttermine
- Urlaubsübersichten
- Abwesenheitsanträge
- Dokumente
- Änderungen der Einsatzplanung
Mit der mobilen Anwendung VPGo können berechtigte Mitarbeiter Planungsdaten über Smartphone oder Tablet abrufen und abhängig von ihren Benutzerrechten Rückmeldungen, Arbeitszeiten oder Abwesenheitsanträge erfassen.
Über VPPortal kann ausgewählten Mitarbeitern und Führungskräften ein webbasierter Zugriff auf relevante Planungen und Informationen bereitgestellt werden.
Typische Fehler bei der Personalplanung
Die Planung betrachtet nur die Mitarbeiterzahl
Qualifikationen, Erfahrungen und Berechtigungen werden nicht berücksichtigt.
Der Personalbedarf wird aus dem Vorjahr übernommen
Veränderte Auftragsmengen, Prozesse, Technologien oder Unternehmensziele bleiben unberücksichtigt.
Teilzeit und Abwesenheiten werden falsch bewertet
Die Anzahl der Mitarbeiter wird betrachtet, nicht aber die tatsächlich verfügbare Arbeitszeit.
Personalplanung und Einsatzplanung sind getrennt
Langfristige Personalentscheidungen werden nicht mit der tatsächlichen operativen Auslastung abgeglichen.
Qualifikationslücken werden zu spät erkannt
Benötigte Schulungen oder Zertifizierungen werden erst geplant, wenn der konkrete Auftrag bereits bevorsteht.
Ein- und Austritte werden nicht berücksichtigt
Pensionierungen, Kündigungen, Elternzeiten oder befristete Verträge fehlen in der langfristigen Planung.
Überstunden werden als dauerhafte Kapazität behandelt
Eine regelmässige Unterdeckung wird durch Überstunden ausgeglichen, statt den tatsächlichen Personalbedarf anzupassen.
Abteilungen planen isoliert
Freie Kapazitäten in anderen Teams oder Standorten werden nicht berücksichtigt.
Planungsdaten sind nicht aktuell
Personalabteilung, Teamleitung und Disposition arbeiten mit unterschiedlichen Beständen und Abwesenheitsinformationen.
Datenschutz und Zugriffsrechte fehlen
Sensible Personalinformationen sind für Personen sichtbar, die diese Daten für ihre Aufgabe nicht benötigen.
Welche Vorteile bietet eine digitale Personalplanung?
Eine digitale Personalplanung bietet Unternehmen unter anderem folgende Vorteile:
- zentrale Übersicht über Mitarbeiter und Teams
- transparentere Personalkapazitäten
- frühzeitige Erkennung von Personalengpässen
- bessere Berücksichtigung von Qualifikationen
- weniger Doppelbelegungen
- schnellere Reaktion auf Abwesenheiten
- bessere Abstimmung zwischen Abteilungen
- realistischere Personalbedarfsplanung
- nachvollziehbare Planänderungen
- verbesserte Auslastung
- fundiertere Personalentscheidungen
- bessere Planung von Weiterbildungen
Der Nutzen steigt insbesondere bei mehreren Teams, Standorten, Arbeitszeitmodellen, Qualifikationen oder häufig wechselnden Einsatzanforderungen.
Wichtige Kennzahlen der Personalplanung
Personalbestand
Der Personalbestand zeigt, wie viele Mitarbeiter dem Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt angehören.
Vollzeitäquivalente
Vollzeitäquivalente, häufig als FTE bezeichnet, rechnen unterschiedliche Arbeitspensen in vergleichbare Vollzeitstellen um.
Zwei Mitarbeiter mit jeweils 50 Prozent Pensum entsprechen beispielsweise gemeinsam einem Vollzeitäquivalent.
Personalbedarf
Der Personalbedarf zeigt, wie viele Mitarbeiter oder Vollzeitäquivalente zur Bewältigung des erwarteten Arbeitsvolumens benötigt werden.
Personalauslastung
Die Personalauslastung setzt die eingeplante Arbeitszeit in Beziehung zur verfügbaren Kapazität.
Überstundenquote
Die Überstundenquote zeigt, wie stark der reguläre Personalbestand über die vertragliche Arbeitszeit hinaus belastet wird.
Abwesenheitsquote
Die Abwesenheitsquote setzt Urlaubs-, Krankheits- und andere Abwesenheitszeiten in Beziehung zur gesamten verfügbaren Arbeitszeit.
Fluktuationsrate
Die Fluktuationsrate zeigt, welcher Anteil der Mitarbeiter das Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verlässt.
Vakanzzeit
Die Vakanzzeit beschreibt den Zeitraum zwischen der Freigabe einer Stelle und ihrer erfolgreichen Besetzung.
Qualifikationsabdeckung
Die Qualifikationsabdeckung zeigt, ob ausreichend Mitarbeiter mit den benötigten Fähigkeiten und Berechtigungen vorhanden sind.
Weiterbildungsquote
Die Weiterbildungsquote kann darstellen, welcher Anteil der Mitarbeiter an geplanten Entwicklungs- oder Schulungsmassnahmen teilnimmt.
Personalkostenquote
Die Personalkostenquote setzt die Personalkosten in Beziehung zum Umsatz, Gesamtaufwand oder einer anderen betrieblichen Bezugsgrösse.
Produktive Arbeitszeit
Die produktive Arbeitszeit zeigt, welcher Anteil der verfügbaren Zeit tatsächlich für wertschöpfende Aufgaben eingesetzt wird.
Für welche Unternehmen eignet sich digitale Personalplanung?
Eine digitale Personalplanung eignet sich besonders für:
- Produktionsunternehmen
- Dienstleistungsunternehmen
- Logistikunternehmen
- Bauunternehmen
- Handwerksbetriebe
- Service- und Kundendienstorganisationen
- Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
- öffentliche Verwaltungen
- Projektorganisationen
- Unternehmen mit Schichtbetrieb
- Unternehmen mit mehreren Standorten
- Unternehmen mit komplexen Qualifikationsanforderungen
- Unternehmen mit Vollzeit- und Teilzeitmodellen
Entscheidend ist weniger die Unternehmensgrösse als die Komplexität der Personalstruktur. Bereits kleinere Unternehmen profitieren, wenn mehrere Mitarbeiter, Aufgaben, Qualifikationen und Abwesenheiten gleichzeitig koordiniert werden müssen.
Personalplanung mit Visual Planning
Mit Visual Planning lassen sich Mitarbeiter, Teams, Qualifikationen, Abwesenheiten, Projekte, Aufgaben und Arbeitszeiten in einer zentralen visuellen Plantafel darstellen.
Unternehmen können unterschiedliche Ansichten für Personalabteilung, Teamleitung, Disposition, Projektleitung oder Management einrichten.
Je nach Konfiguration können unter anderem folgende Informationen berücksichtigt werden:
- Mitarbeiter und Teams
- Abteilung und Standort
- Arbeitszeit und Beschäftigungsgrad
- Qualifikationen und Zertifikate
- Schichten und Dienste
- Urlaub und Abwesenheiten
- Projekte und Aufgaben
- Kapazität und Auslastung
- Weiterbildungen
- Arbeitszeiten und Rückmeldungen
- Dokumente und ergänzende Informationen
Planänderungen können per Drag-and-drop durchgeführt werden. Dadurch lassen sich Personalausfälle, Terminverschiebungen, neue Projekte oder veränderte Prioritäten schneller berücksichtigen.
Durch ein flexibles Benutzerrechte-Management können sensible Personaldaten auf die jeweils berechtigten Nutzergruppen beschränkt werden.
Häufig gestellte Fragen zur Personalplanung
Was versteht man unter Personalplanung?
Personalplanung bezeichnet die quantitative, qualitative, zeitliche und räumliche Planung des Personalbestands und des zukünftigen Personalbedarfs.
Welche Bereiche gehören zur Personalplanung?
Zur Personalplanung gehören Personalbestandsplanung, Personalbedarfsplanung, Personalbeschaffung, Personaleinsatzplanung, Personalentwicklung, Personalfreisetzung und Personalkostenplanung.
Was ist der Unterschied zwischen Personalplanung und Personaleinsatzplanung?
Die Personalplanung betrachtet den gesamten personellen Bedarf und Bestand eines Unternehmens. Die Personaleinsatzplanung ordnet vorhandene Mitarbeiter konkreten Aufgaben, Schichten, Projekten oder Einsatzorten zu.
Was ist strategische Personalplanung?
Strategische Personalplanung untersucht, welche Mitarbeiterkapazitäten und Kompetenzen ein Unternehmen langfristig benötigt, um seine zukünftigen Ziele zu erreichen.
Was ist operative Personalplanung?
Operative Personalplanung koordiniert den konkreten Personaleinsatz im täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Betrieb.
Was ist quantitative Personalplanung?
Quantitative Personalplanung ermittelt, wie viele Mitarbeiter oder Arbeitsstunden für das erwartete Arbeitsvolumen benötigt werden.
Was ist qualitative Personalplanung?
Qualitative Personalplanung bestimmt, welche Kenntnisse, Erfahrungen, Zertifikate und Berechtigungen benötigt werden.
Wie wird der Personalbedarf berechnet?
Der Personalbedarf wird aus dem erwarteten Arbeitsaufwand und der produktiv verfügbaren Arbeitszeit ermittelt. Zusätzlich werden Fehlzeiten und Reservekapazitäten berücksichtigt.
Warum ist Personalplanung wichtig?
Personalplanung hilft Unternehmen, Über- und Unterbesetzung zu vermeiden, Qualifikationslücken frühzeitig zu erkennen und Mitarbeiter bedarfsgerecht einzusetzen.
Wie unterstützt eine digitale Plantafel die Personalplanung?
Eine digitale Plantafel stellt Mitarbeiter, Verfügbarkeiten, Qualifikationen, Abwesenheiten und Einsätze in einer gemeinsamen Übersicht dar. Dadurch werden Engpässe und Planungskonflikte schneller sichtbar.
Kann digitale Personalplanung mehrere Standorte abbilden?
Ja. Mitarbeiter, Teams und Kapazitäten können nach Standorten, Abteilungen oder Regionen gegliedert und gleichzeitig in übergreifenden Ansichten dargestellt werden.
Ist digitale Personalplanung nur für grosse Unternehmen geeignet?
Nein. Auch kleinere Unternehmen profitieren, wenn mehrere Mitarbeiter, Arbeitszeitmodelle, Qualifikationen oder Aufgaben gleichzeitig koordiniert werden müssen.
Fazit
Eine strukturierte Personalplanung verbindet Personalbestand, Personalbedarf, Qualifikationen, Arbeitszeiten und zukünftige Unternehmensziele zu einer gemeinsamen Entscheidungsgrundlage.
Sie unterstützt Unternehmen dabei, personelle Engpässe frühzeitig zu erkennen, geeignete Mitarbeiter zu entwickeln und vorhandene Kapazitäten bedarfsgerecht einzusetzen.
Mit zunehmender Anzahl von Mitarbeitern, Teams, Standorten und Qualifikationsanforderungen stossen getrennte Excel-Listen und manuelle Planungen schnell an ihre Grenzen. Eine digitale Personalplanung verbessert die Transparenz, erleichtert die operative Einsatzplanung und schafft eine verlässlichere Grundlage für strategische Personalentscheidungen.
Eine strukturierte Personalplanung: ein Beispiel
Ein wichtiges Feld die Personalplanung betreffend ist die strategische Personalplanung. Hierunter werden Maßnahmen verstanden, die innerhalb des Unternehmens das Personalmanagement beeinflussen und im Idealfall erleichtern. Besonders anfangs erfordern sie zwar einen höheren Aufwand – dafür zahlen sie sich aber langfristig aus. Wichtig hierfür sind sowohl qualitative als auch quantitative Personalplanungen – also über welche Fähigkeiten die Arbeitskräfte verfügen müssen und wie viele es von ihnen überhaupt braucht, um die Aufgabe erfolgreich auszuführen.
Um den Personalbedarf berechnen zu können, müssen die folgenden fünf Rechenformeln bekannt sein:
- Einsatzbedarf = gesamter Arbeitsaufwand (Menge x Zeit) / Regelarbeitszeit des Mitarbeiters
- Verteilzeitfaktor = Fehlzeiten / reale Arbeitstage
- Reservebedarf = Einsatzbedarf x Verteilzeitfaktor
- Bruttopersonalbedarf = Einsatzbedarf + Reservebedarf
- Nettopersonalbedarf = Bruttopersonalbedarf – Personalbestand
Ein Beispiel könnte wie folgt aussehen: Ein Autohersteller möchte in einer neuerstellten Abteilung 3000 neue Autos produzieren. Die Produktion eines Autos nimmt jeweils zwei Tage in Anspruch. Die reguläre Nettoarbeitszeit beträgt 40 Stunden an fünf Arbeitstagen. Das Unternehmen beschäftigt 20 Angestellte. Die Rechnung gestaltet sich demnach wie folgt:
- Einsatzbedarf: Mit dem Einsatzbedarf wird berechnet, wie viel Personal mindestens nötig ist, um die Vorgabe von 3000 Autos zu erreichen. Personalbestands- und Personalbedarfsplanung spielen hier eine Rolle.
Also: (3000 Autos x 2 Tage x 8 Stunden) / (40 Stunden x 52 Wochen) = ca. 23,1 Angestellte - Verteilzeitfaktor: Der Verteilzeitfaktor beschreibt sämtliche Hindernisse, die eine durchgängige Produktion verhindern.Hierzu zählen Krankheitstage, Urlaubstage, Feiertage, Betriebsversammlungen und weitere Fehlzeiten, die das Arbeiten einer Einzelperson unmöglich machen. Für das vorliegende Beispiel werden 52 Tage Fehlzeit angesetzt. Durch reguläre Fehlzeiten wie Wochenenden in einem 52-wöchigen Jahr mit fünf Arbeitstage kommen nochmal 104 Tage dazu. 52+104=156 Tage, bedeutet: 365 Tage im Jahr – 156 Tage Fehlzeit = 209 reale Arbeitstage.
Also: 52 / 209 = ca. 0,25 - Reservebedarf: Der Reservebedarf ergibt sich nun aus der Multiplikation der beiden errechneten Werte.
Also: 23,1 Angestellte x 0,25 = ca. 5,8 Angestellte - Bruttopersonalbedarf: Das Zusammenrechnen von Einsatzbedarf und Reservebedarf ergibt im vorletzten Schritt den Bruttopersonalbedarf.
Also: 23,1 Angestellte + 5,8 Angestellte = 28,9 Angestellte - Nettopersonalbedarf: Um auf eine logische Anzahl an Angestellten zu kommen, muss auf 29 Angestellte aufgerundet werden. Wird davon ausgegangen, dass zwei Angestellte im Zuge der Personaleinsatzplanung in die neue Abteilung wechseln, muss dies in den Nettopersonalbedarf aufgenommen werden.
Also: 29 Angestellte – 2 Angestellte = 27 Angestellte
Fazit: Nach dieser Rechnung muss das Unternehmen also 27 neue Mitarbeiter anstellen und in die neugegründete Abteilung integrieren, um die Autos produzieren zu können. Dies fällt nun unter die Personalbeschaffung.
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